Hof Friedrichsthal

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Wir möchten Sie hier neugierig machen auf Hof Friedrichsthal, damit wir Sie im schönen Ostholstein und an der Ostseeküste bald auf dem Gutshof begrüßen können.

02
Mai

Was ist ein Knick?

02.05.2013 | Neues vom Ferienhof
02. Mai 2013
Kategorie: Neues vom Ferienhof
...sie bestimmen das Bild unserer heimischen Kulturlandschaft
Weißdornblüte im Mai

Bei einem Knick handelt es sich historisch gesehen um einen Erdwall, welcher mit Sträuchern, wie z.B. Hasel, Pfaffenhütchen, Schwarz- und Weißdorn, Weißbuchen etc. und Überhältern - z.B. Eichen - in regelmäßigen Abständen einst bepflanzt wurde. Es gibt zahlreiche, verschiedene Knicktypen.

Die Entstehung unserer Knicks begründet sich mit dem Ende der Allmende, d.h. Wiesen und Felder innerhalb einer Gemarkung an Dörfern wurden gemeinsam von den jeweiligen Dorfgemeinschaften bewirtschaftet. Im 18. Jahrhundert wurden Feldgemeinschaft und Flurzwang aufgehoben (Verkoppelungsgesetzt von 1770) und den Bauern wurde der Grund und Boden zugeteilt. Die Knicks, welche nun angelegt wurden, dienten vor allem als Schutz vor Wild und Winderosion und als Einzäunung, damit das Vieh auf benachbarten Flächen keine Schäden anrichten konnte.  Dazu wurden sehr gerne Dornensträucher verwendet. Bäume und Sträucher wurden miteinander verflochten, indem junge Schösslinge angeritzt, herabgeknickt und in der Erde verankert wurden.

Der Knick diente aber auch als Rohstofflieferant für Brenn-, Werk- und Bauholz. Dafür wurde der Knick auf den Stock gesetzt, so daß das Holz dafür verwertet werden konnte. Die Sträucher trieben danach zumeist noch dichter aus. Mit dieser Bewirtschaftung der Knicks wurde aber auch verhindert, daß die Wälder für diese Zwecke nicht weiter reduziert wurden.

Unsere Kulturlandschaft in Schleswig-Holstein weist heute ein Knicknetzwerk von ca. noch 50.000 km auf. Weil ein Knick eine Kulturlandschaft ist, muß er auch heute noch vom Menschen kultiviert bzw. gepflegt werden. Alle 10 - 15 Jahre müssen die Sträucher auf den Stock gesetzt werden. Ansonsten würden aus dichten Hecken lichte Baumreihen werden.

Von Menschenhand geschaffen stellt der Knick eine besondere Lebensgemeinschaft für Pflanzen- und Tierarten aus Wäldern, Waldrandgebieten und offenen Landschaften dar. Zudem schützt er vor Winderosion und liefert Biomasse für Holzpellets.


Weitere Bilder zum Thema

Der Knick wurde auf den Stock gesetzt
Verarbeitung zu Hackschnitzeln
Knicklandschaft
Weißdornblüte


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